Die Meere aus Wiesenschaumkraut in meiner Kindheit sind Geschichte, der knallige Klatschmohn oben neben dem Sumpf ist weg. Durch die starke Bewirtschaftung, das Düngen und die Nutzung von Chemikalien hat sich das Bild unserer Fauna hier im Bergischen geändert.

Nicht heimische Pflanzen, wie das große Springkraut haben viele hiesige Pflanzen verdrängt: Der Fingerhut ist ihm gewichen, das Mädesüß und sogar die Brennesseln sind weniger geworden.  Auch seinen Verwandten, das kleine gelbe „Krückchen rühr mich nit aan“ finde ich nicht mehr. 

Nachdem die Vielfalt dieses Jahr gefühlt oder tatsächlich wieder abgenommen hat, kam der Gedanke, die verbliebenen Pflanzen stärker in den Fokus, das Bewusstsein zu rücken. Die Bienen vermissen sie und es klaffen nicht nur bei ihnen Lücken im Lebenskreislauf durch die abnehmende Zahl der heimischen Pflanzen. 

In diesem Blog möchte ich daher Platz schaffen, um die vielen heimischen  Blümchen, Kletterer, Gräser, Farne und Büsche ins Rampenlicht zu stellen. Und auch die vorstellen, die ich in meinem Lebensraum nicht mehr wiederfinde.